Glossary
Technical terms from VoIP, cloud telephony and telecommunications – clearly explained
A
- A-Teilnehmer
- Der Anrufer bzw. die Person, die einen Telefonanruf initiiert. Im Gegensatz zum B-Teilnehmer, der den Anruf entgegennimmt.
- ACD
- Automatic Call Distribution – System zur automatischen Verteilung eingehender Anrufe an verfügbare Agenten in einem Call Center.
- ADSL
- Asymmetric Digital Subscriber Line – DSL-Variante mit asymmetrischer Bandbreite, bei der die Download-Geschwindigkeit höher ist als die Upload-Geschwindigkeit.
- All-IP
- Bezeichnung für die vollständige Umstellung der Telekommunikationsnetze auf das Internet-Protokoll (IP). Alle Dienste wie Telefonie, Internet und TV laufen über ein einziges IP-basiertes Netz.
- Anrufweiterleitung
- Funktion, die eingehende Anrufe automatisch an eine andere Rufnummer oder ein anderes Endgerät weiterleitet. Unterschieden wird zwischen sofortiger, zeitverzögerter und bedingter Weiterleitung.
- Asterisk
- Open-Source-Software für Telefonanlagen (PBX), die VoIP-Protokolle unterstützt und als Basis für viele IP-Telefonielösungen dient.
- Autokonfiguration
- Automatische Einrichtung von Endgeräten wie IP-Telefonen, bei der Konfigurationsparameter wie SIP-Zugangsdaten automatisch übertragen werden.
- Autoprovisionierung
- Erweitertes Verfahren der Autokonfiguration, bei dem Endgeräte vollautomatisch mit Firmware-Updates und Konfigurationen versorgt werden.
B
- B-Teilnehmer
- Der Angerufene bzw. die Person, die einen Telefonanruf entgegennimmt. Im Gegensatz zum A-Teilnehmer, der den Anruf initiiert.
- Bandbreite
- Maß für die Datenübertragungskapazität einer Leitung, angegeben in Bit pro Sekunde (bps). Entscheidend für die Qualität von VoIP-Verbindungen.
- BNetzA
- Bundesnetzagentur – Deutsche Regulierungsbehörde für Telekommunikation, Post und Energie mit Sitz in Bonn.
- Breitband
- Bezeichnung für Internetverbindungen mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit, typischerweise ab 1 Mbit/s. Umfasst Technologien wie DSL, Kabel und Glasfaser.
- Breitbandausbau Initiative Bayern
- Förderprogramm des Freistaats Bayern zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur in unterversorgten Gebieten.
- Bundesnetzagentur
- Obere Bundesbehörde zur Regulierung der Telekommunikations-, Post- und Energiemärkte in Deutschland. Vergibt u. a. Rufnummern und überwacht die Einhaltung von Vorschriften.
C
- C-Teilnehmer
- Dritter Teilnehmer in einer Telefonkonferenz oder bei einer Anrufweiterleitung, der zusätzlich zum A- und B-Teilnehmer hinzukommt.
- Call Center
- Organisationseinheit, die eine große Anzahl eingehender und/oder ausgehender Telefonanrufe bearbeitet. Moderne Call Center nutzen VoIP und Cloud-Technologien.
- Call Hold
- Funktion zum Halten eines aktiven Telefongesprächs. Der gehaltene Teilnehmer hört in der Regel Wartemusik.
- Call Waiting
- Anklopf-Funktion, die signalisiert, dass ein weiterer Anruf eingeht, während bereits telefoniert wird.
- Callback
- Rückruf-Funktion, bei der das System den Anrufer automatisch zurückruft, um Kosten zu sparen oder Warteschlangen zu vermeiden.
- Callthrough
- Verfahren, bei dem ein Anrufer über eine Zugangsnummer telefoniert und dabei die günstigeren Tarife des Anbieters nutzt.
- Carrier
- Netzbetreiber bzw. Telekommunikationsunternehmen, das eigene Netzinfrastruktur betreibt und Telekommunikationsdienste anbietet.
- CATI
- Computer Assisted Telephone Interview – Computergestütztes Telefoninterview, bei dem der Interviewer durch eine Software geführt wird.
- Centrex
- Central Office Exchange – Virtueller Telefonanlagendienst, bei dem die PBX-Funktionalität vom Netzbetreiber bereitgestellt wird, ohne dass der Kunde eigene Hardware benötigt.
- CFB
- Call Forwarding Busy – Rufumleitung bei Besetzt. Eingehende Anrufe werden automatisch weitergeleitet, wenn die Leitung besetzt ist.
- CFNR
- Call Forwarding No Reply – Rufumleitung bei Nichtannahme. Leitet Anrufe weiter, wenn nach einer bestimmten Zeit nicht abgehoben wird.
- CFU
- Call Forwarding Unconditional – Sofortige Rufumleitung. Alle eingehenden Anrufe werden ohne Klingeln direkt weitergeleitet.
- CLIP
- Calling Line Identification Presentation – Übermittlung der Rufnummer des Anrufers an den Angerufenen.
- CLIR
- Calling Line Identification Restriction – Unterdrückung der eigenen Rufnummer beim Anruf, sodass der Angerufene die Nummer nicht sieht.
- CoS
- Class of Service – Klassifizierung von Diensten zur Priorisierung des Datenverkehrs in Netzwerken, wichtig für VoIP-Qualität.
- CTI
- Computer Telephony Integration – Verknüpfung von Telefonie und Computersystemen, z. B. zur Steuerung von Anrufen über den PC oder zur CRM-Integration.
D
- Datenübertragungsrate
- Geschwindigkeit, mit der Daten über eine Leitung übertragen werden, gemessen in Bit pro Sekunde (bps, kbps, Mbps, Gbps).
- DDI
- Direct Dial-In – Durchwahl, die es ermöglicht, Teilnehmer einer Telefonanlage direkt über eine individuelle Nummer zu erreichen.
- DECT
- Digital Enhanced Cordless Telecommunications – Standard für schnurlose Telefone mit hoher Sprachqualität und Reichweite.
- Downstream
- Datenübertragungsrichtung vom Internet zum Endnutzer (Download). Die Downstream-Rate bestimmt die Download-Geschwindigkeit.
- DSL
- Digital Subscriber Line – Breitband-Technologie zur schnellen Datenübertragung über herkömmliche Telefonleitungen.
- Durchwahl
- Individuelle Nebenstellen-Rufnummer innerhalb einer Telefonanlage, die einen bestimmten Teilnehmer direkt erreichbar macht.
E
- E.164
- Internationaler Standard der ITU für Rufnummernformate. Definiert die Struktur von Telefonnummern einschließlich Ländervorwahl.
- Entbündeltes DSL
- DSL-Anschluss ohne klassischen Telefonanschluss. Die gesamte Bandbreite der Leitung steht für den Datentransfer zur Verfügung.
- EVN
- Einzelverbindungsnachweis – Detaillierte Auflistung aller getätigten Telefonate mit Datum, Uhrzeit, Dauer und Kosten.
F
G
H
- Hardphone
- Physisches IP-Telefon (im Gegensatz zum Softphone), das speziell für VoIP-Telefonie entwickelt wurde.
- HDSL
- High Data Rate Digital Subscriber Line – Symmetrische DSL-Variante mit gleicher Upload- und Download-Geschwindigkeit.
- Hosted PBX
- Cloud-basierte Telefonanlage, die vom Anbieter gehostet und gewartet wird. Der Kunde benötigt keine eigene PBX-Hardware.
I
- Inbound
- Eingehende Kommunikation, z. B. eingehende Anrufe in einem Call Center. Im Gegensatz zu Outbound (ausgehend).
- IP
- Internet Protocol – Grundlegendes Netzwerkprotokoll zur Adressierung und Weiterleitung von Datenpaketen im Internet.
- IP Adresse
- Eindeutige numerische Kennung eines Geräts in einem IP-Netzwerk. Unterschieden wird zwischen IPv4- und IPv6-Adressen.
- IP PBX
- IP Private Branch Exchange – Telefonanlage, die auf IP-Technologie basiert und VoIP-Telefonie ermöglicht.
- IP Telefonie
- Telefonie über das Internet-Protokoll (IP). Sprachsignale werden digitalisiert und als Datenpakete über IP-Netzwerke übertragen.
- IPv4
- Internet Protocol Version 4 – Weit verbreitete Version des Internet-Protokolls mit 32-Bit-Adressen (z. B. 192.168.1.1).
- IPv6
- Internet Protocol Version 6 – Nachfolger von IPv4 mit 128-Bit-Adressen, der einen deutlich größeren Adressraum bietet.
- ISDN
- Integrated Services Digital Network – Digitaler Telekommunikationsstandard, der zunehmend durch All-IP-Lösungen abgelöst wird.
- ISP
- Internet Service Provider – Anbieter von Internetzugängen und damit verbundenen Diensten.
- ITU
- International Telecommunication Union – Sonderorganisation der Vereinten Nationen für Telekommunikation und Informationstechnologie.
- IVR
- Interactive Voice Response – Sprachdialogsystem, das Anrufern über Menüs und Sprachansagen automatisierte Interaktion ermöglicht.
L
- LAN
- Local Area Network – Lokales Netzwerk zur Verbindung von Geräten innerhalb eines begrenzten Bereichs wie Büro oder Gebäude.
- LAN Telefonie
- IP-Telefonie über das lokale Netzwerk (LAN), bei der IP-Telefone direkt an die bestehende Netzwerk-Infrastruktur angeschlossen werden.
- Landeskennzahl
- Internationale Vorwahl eines Landes, z. B. +49 für Deutschland. Wird für internationale Anrufe benötigt.
- Letzte Meile
- Bezeichnung für die Verbindung zwischen dem Netzknoten des Anbieters und dem Endkunden. Häufig der Engpass bei der Breitbandversorgung.
N
O
- ONKz
- Ortsnetzkennzahl – Die Vorwahl einer Stadt oder Region innerhalb Deutschlands, z. B. 089 für München.
- Ortsnetz
- Lokaler Bereich eines Telefonnetzes, der durch eine gemeinsame Ortsnetzkennzahl (Vorwahl) gekennzeichnet ist.
- Outbound
- Ausgehende Kommunikation, z. B. ausgehende Anrufe aus einem Call Center. Im Gegensatz zu Inbound (eingehend).
P
- PayPal
- Online-Bezahldienst, der auch für die Abrechnung von VoIP- und Telekommunikationsdiensten genutzt werden kann.
- PBX
- Private Branch Exchange – Private Telefonanlage, die interne Telefongespräche ermöglicht und den Zugang zum öffentlichen Telefonnetz herstellt.
- PMX
- Primärmultiplexanschluss – ISDN-Anschluss mit 30 Nutzkanälen (B-Kanäle) und einem Steuerkanal (D-Kanal), typisch für Unternehmen.
- Portierung
- Übertragung einer bestehenden Rufnummer von einem Telekommunikationsanbieter zu einem anderen. Ermöglicht den Anbieterwechsel ohne Rufnummernänderung.
- Postpaid
- Abrechnungsmodell, bei dem die Kosten nachträglich in Rechnung gestellt werden. Im Gegensatz zu Prepaid.
- POTS
- Plain Old Telephone Service – Klassischer analoger Telefondienst über das herkömmliche Festnetz.
- Prepaid
- Abrechnungsmodell mit Vorauszahlung. Guthaben wird im Voraus aufgeladen und bei Nutzung verbraucht.
- Provider
- Anbieter von Telekommunikations- oder Internetdiensten. Unterschieden wird zwischen Netzbetreibern und Dienstanbietern.
R
- RTP
- Real-time Transport Protocol – Netzwerkprotokoll zur Übertragung von Audio- und Videodaten in Echtzeit, essentiell für VoIP.
- Rufnummer
- Eindeutige Nummer zur Identifikation eines Telefonanschlusses. Setzt sich aus Ländervorwahl, Ortsvorwahl und Teilnehmernummer zusammen.
- Rufnummernblock
- Zusammenhängender Bereich von Rufnummern (z. B. 100 Nummern), der einem Unternehmen für dessen Telefonanlage zugewiesen wird.
S
- SDSL
- Symmetric Digital Subscriber Line – DSL-Variante mit symmetrischer Bandbreite, bei der Upload- und Download-Geschwindigkeit gleich sind.
- SIP
- Session Initiation Protocol – Signalisierungsprotokoll zum Aufbau, zur Steuerung und zum Abbau von VoIP-Verbindungen.
- SIP Trunk
- Virtuelle Telefonleitung über das Internet, die eine IP-Telefonanlage mit dem öffentlichen Telefonnetz verbindet. Ersetzt klassische ISDN-Anschlüsse.
- Softphone
- Software-basiertes Telefon, das auf einem Computer, Smartphone oder Tablet läuft und VoIP-Telefonie ermöglicht.
U
- UC
- Unified Communications – Integration verschiedener Kommunikationsdienste wie Telefonie, Messaging, Videokonferenz und Präsenz in einer einheitlichen Plattform.
- Unified Messaging
- Zusammenführung verschiedener Nachrichtentypen (E-Mail, Fax, Voicemail, SMS) in einem einzigen Posteingang.
- Upstream
- Datenübertragungsrichtung vom Endnutzer zum Internet (Upload). Die Upstream-Rate bestimmt die Upload-Geschwindigkeit.
V
- Validierung
- Überprüfung und Bestätigung der Korrektheit von Daten, z. B. die Validierung einer Rufnummer oder eines SIP-Kontos.
- VAZ
- Vermittlungs- und Auskunftszeichen – Kennzahl für spezielle Dienste im Telefonnetz, wie Auskunftsdienste oder Sonderrufnummern.
- VDSL
- Very High Speed Digital Subscriber Line – DSL-Technologie mit sehr hohen Übertragungsraten von bis zu 250 Mbit/s.
- Videokonferenz
- Audiovisuelle Kommunikation in Echtzeit zwischen zwei oder mehr Teilnehmern über IP-Netzwerke.
- Virtuelle Telefonanlage
- Cloud-basierte PBX, die alle Funktionen einer klassischen Telefonanlage bietet, ohne dass Hardware vor Ort benötigt wird.
- Voice Mailbox
- Elektronischer Anrufbeantworter, der Sprachnachrichten aufzeichnet und dem Empfänger z. B. per E-Mail oder App zur Verfügung stellt.
- VoIP
- Voice over Internet Protocol – Technologie zur Sprachübertragung über IP-basierte Netzwerke anstelle des klassischen Telefonnetzes.
- Vorwahl
- Zahlenkombination, die vor der eigentlichen Rufnummer gewählt wird, um ein bestimmtes Ortsnetz oder Land zu erreichen.
